Zum ersten Mal machen wir, woran wir schon seit dem ersten Konzert hier denken: Wir stellen unser Haus nicht nur für ein Konzert zur Verfügung, sondern auch für eine Ausstellung. Und so kommt es dann, kurz vor Rock am Ring, zum kulturellen Doppelschlag in der Pellenzstraße …

Als Musikerin begrüßen wir die Kölnerin Hanna Fearns. Der die Musik in die Wiege gelegt wurde, wie man so sagt: Ihre Großmutter tingelte als Vortragskünstlerin mit deutschen Kunstliedern um die Welt, in der Familie ihres aus Liverpool stammenden Vaters war das Singen und Spielen von Folksongs so alltäglich wie der Fünf-Uhr-Tee.
Kein Wunder also, daß sie mit 15 als Straßenmusikerin durch Europa zog. Um dann mit 16 schwanger zu werden und mit 17 das Kind in einer Punk-WG groß zu ziehen. Wer dann auch noch, wie Hanna Fearns, trotzdem promoviert, einen Lehrauftrag erhält, erfolgreiche Unternehmerin wird – der hat dann echt was zu erzählen, aus dem prallen Leben.
Das macht sie dann auch – mit Americana, Alternative Country und Indierock als stilistischen Bezugspunkten.
Und das macht sie dann sogar so gut, daß sie mit 47 ihren ersten Plattenvertrag bekam.

Steffi Pung ist als Norddeutsche in der Eifel gelandet. Aber als wäre das nicht schon hart genug, meißelt, sägt und schleift sie jeden Stein, der ihr in die Finger kommt. Zusammen mit ihrem Mann, Diplom-Restaurator, stellt sie so mit sicherem Gefühl für die gute Form meterhohe historische Skulpturen wieder her. Aber da die dann doch zu groß sind für unser Wohnzimmer und eigene Kunst sowieso viel schöner ist als restaurierte, zeigt sie bei uns ihre Monotypien unter dem Titel „How to train your dragon“. Diese sind bei uns zu sehen bis zum übernächsten Wohnzimmerkonzert im Mai und können bei vorheriger Anmeldung auch in der Zeit dazwischen besichtigt werden.

Auf all das freuen wir uns sehr – und wie immer auch auf viele freundliche Gäste am 14.3.!